12. Dezember 2017 | 22:40
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Der Konjunktiv und die Staatspresse

Ist es Ihnen auch aufgefallen? Wir leben im Konjunktivzeitalter. Überall in unserer Presse feiert der Konjunktiv seine permanente Anwesenheit. So zum Beispiel im Berliner Kurier die Schlagzeile: „… sollen nach Ermittlungen der Bundesanwaltschaft Anschläge … geplant haben“. Haben sie nun oder haben sie nichts geplant? Was sind denn das für „Ermittlungen der Bundesanwaltschaft“ die eine „Könnte sein, wir wissen aber nichts Genaues“ als Ergebnis haben und es in die Presse schaffen? Aber unsere Qualitäts-Journalisten schaffen es den Konjunktiv auch zweimal in einem Satz unterzubringen. Derselbe Artikel etwas weiter unten: „…(er) soll eine terroristische Vereinigung gebildet haben, die sich Waffen und Munition beschafft haben soll“. Was soll das? Hat er was gebildet, hat er was beschafft oder hat er nur ein Lied gesungen? Was lernen Ermittler und ihre Journalisten eigentlich in der Schule?

Aber auch mit Zahlen haben sie es nicht so. Beispiel: „Zudem würden immer mehr Wohnungen bekannt, die längere Zeit nicht vermietet werden … Zahlen zu diesem spekulativen Leerstand gebe es aber nicht.“ Es werden also immer mehr Wohnungen bekannt, aber zählen kann man die nicht? Warum, und will man das denn eigentlich wirklich wissen, oder hat man selbst ein zwei Eigentumswohnungen in Reserve?

Auch werden in der Partei- und Staatspresse, also in unserer offiziellen „Fake News“ freien Zone Zusammenhänge erstellt, bei denen der normale Mensch eine Hirnverwindung bekommt.

So ruft ein Mann die Feuerwehr, läßt sie dann aber nicht in seine Wohnung rein. Er soll angeblich geistig verwirrt sein. Anschließend bohren eilig hinzugerufene Polizisten ein Loch in die Tür und sehen schreckliche Sachen an der Wand hängen, eine Axt und Handschellen. Bei anschließenden zweistündigen „Gesprächen“ glauben die Beamten daß er sich „bereits selbst verletzt hat“. Ich denke die haben ein Loch in der Tür, da könnte man doch nachsehen ob er verletzt ist oder nicht. Aber selbstlos wie sie sind und um seinen Selbstmord zu verhindern stürmen sie jetzt die Wohnung und … erschießen ihn mit drei tödlichen Kugeln. Also nichts mit erstmal in die Beine oder so um ihn unschädlich zu machen, nein erstmal erschießen, nicht das er noch anfängt Terroranschläge zu planen. Wahrscheinlich müssen die Eltern des 25-Jährigen jetzt auch noch die verbrauchte Munition, den Einsatz der Feuerwehr und die Spritkosten der Polizei bezahlen, da ja eigentlich kein Grund für diesen Fehlalarm vorlag.

Aber das ist ja eigentlich alles völlig uninteressant, wissen Sie was ganz, ganz weit vorne in der Zeitung steht? Sarah Lombardi soll geweint haben und Klein-Alessio soll weinen weil sein Vater schlecht singen soll. Eine Schauspieler-Tochter (wer ist Sophia Thomalla?) ohne eigene Leistungen soll sich die Brüste abschneiden lassen haben und abwechselnd sollen Trump und Putin an allem schuld sein. Ach mal so am Rande, ich freue mich schon darauf wenn die Qualitätsjournaille anfängt dem bösen Trump in den Hintern zu kriechen wenn sie merken das er nicht mehr geht.

Wie das alles funktioniert kann man bei Udo Ulfkotte in seinem Buch „Gekaufte Journalisten“ nachlesen. Aber Vorsicht, die Journalisten sagen daß es sich hier nur um reine Verschwörungstheorien handeln soll. Seinen Tod hatte ich persönlich ja schon vor zwei Büchern erwartet, aber nun ist (wurde?) er mit 56 ja auch leider gestorben. Doch einige Spiegeljournalistinnen feierten diesen Fakt bei Facebook öffentlich. Warum, wenn er sich das alles nur ausgedacht hatte?

Auch noch ganz wichtig: die eine der gemieteten Prostituierte aus dem „Bachelor“ hat schon seit zwei Jahren einen Freund, sorry kam gerade noch rein: „hatte“!