20. November 2017 | 4:51
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Umweltschutz ist doch für Sie ein Fremdwort!

Das habe ich vor kurzem irgendwo gesehen (war ein Video), konnte leider keinen Urheber ermitteln. Daher hier eine sinngemäße Abschrift:

Beim Bezahlen an der Kasse im Supermarkt schlägt die Kassiererin der vor mir stehenden alten Dame vor, beim nächsten Einkauf ihre eigene Einkaufstasche mitzubringen denn Plastiktüten seinen schlecht für die Umwelt.

Da haben sie recht, entschuldigte sich die alte Dame, doch leider war ich in Eile und habe sie leider, entgegen meiner Gewohnheit, zu Hause vergessen, fügte sie hinzu.

Die junge Frau erwiderte: „Ja, wissen Sie unser Problem ist nämlich, daß sich Ihre Generation keine Gedanken darübergemacht hat, in welch schlechten Zustand sie uns und den zukünftigen Generationen die Umwelt hinterlässt. Umweltschutz ist doch für Sie ein Fremdwort!“

Das stimmt, Umweltschutz kannten wir nicht.

Es war auch nicht notwendig, denn Sprudel- Bierflaschen gaben wir in dem Laden zurück, indem wir sie gekauft hatten. Von dort gingen sie an den Hersteller zurück. Der wusch und sterilisierte die Flaschen und füllte sie wieder, so dass jede Flasche unzählige Male benutzt wurde. Dosen und Alu-Tetra-Pak Verpackungen gab es nicht. Die Milch holten wir beim Milchhändler um die Ecke in unserer eigenen Milchkanne ab. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Für unsere Gemüseeinkäufe benutzten wir Einkaufsnetze, für die anderen Einkäufe unsere Einkaufsbeutel und -taschen. Vergaßen wir sie einmal, dann packte uns der Händler den Einkauf in eine braune Papiertüte, die wir zuhause für viele Zwecke weiterverwendeten. z.B. zum Einpacken der Schulbücher, die uns von der Schule unter der Auflage, daß wir sie gut behandeln, kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Nach Beendigung des Schuljahres wurden sie wieder eingesammelt und im guten Zustand an den nachfolgenden Jahrgang weitergereicht. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Wir stiegen Treppen hoch, denn Aufzüge oder Rolltreppen gab es nur da wo sie wirklich gebraucht wurden. Wir gingen zu Fuß die paar Schritte zum nächsten Lebensmittelgeschäft und benutzten keine 300PS starken Geländewagen um Brötchen zu holen. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Damals wuschen wir Babywindeln, weil es keine Wegwerfwindeln gab. Wir trockneten die Wäsche nicht in einem Strom fressenden Trockner, sondern mit dem Wind auf einer Wäscheleine. Die Kleidung der Kinder ging stets an die jüngeren Geschwister oder Bekannte, denn die Kinderkleidung hielt damals länger als 6 Monate und neue konnten wir uns nicht leisten. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Im Hause hatten wir ein Radio und später einen kleinen Fernseher. In der Küche gab es keine elektrischen Maschinen, umgerührt wurde mit Quirl und der Hand. Als Polstermaterial für Päckchen oder Pakete benutzten wir alte Zeitungen, kein Styropor oder Plastik. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Der Rasenmäher wurde von Hand geschoben, machte keinen Krach und keinen Gestank. Das war auch gleich unser Fitnesstraining, weshalb wir keine Fitnessstudios mit elektrischen Laufbändern und anderen Energie fressenden Unsinn benötigten. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Wasser tranken wir aus der Leitung und benötigten keine Plastikflaschen, die kilometerweit auf großen Autos herangeschafft wurden. Unsere leeren Schreibfüller wurden wieder mit Tinte gefüllt, anstatt ständig neue Kugelschreiber zu kaufen. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Damals fuhren unsere Kinder mit dem Bus, der Straßenbahn, dem Fahrrad oder gingen zu Fuß zur Schule. Einen 24stündigen Taxiservice mit einem 50.000 Euro teuren Zweitwagen gab es nicht. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Aber bedenken Sie bitte: Ist es nicht sehr traurig, wenn die junge Generation sich darüber beklagt, wie verschwenderisch wir Alten gelebt haben, nur weil wir keinen Umweltschutz kannten? Glauben Sie wir Alten benötigen von Ihnen eine solche Belehrung? Und dann auch noch von einem Mädchen, daß mir nicht mal passendes Wechselgeld rausgeben kann, ohne die elektronische Kasse zu befragen?