20. August 2018 | 18:34
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Menschen, um die sich Deutschland (nicht) kümmert

Menschen, um die sich Deutschland kümmert: ein schwerstkrimineller Afghane wird abgeschoben und er erhängt sich in Afghanistan. Es gibt Lichterketten und Mahnwachen vor dem Kanzleramt.

Menschen, um die sich Deutschland nicht kümmert: allein in NRW töteten sich letztes Jahr 41 Polizisten, weil sie in ihrem Job überfordert waren und auch in ihrer Tätigkeit keinen Sinn mehr erkennen konnten. Es bleibt eine Randnotiz.

Menschen, um die sich Deutschland kümmert: der Leibwächter von Osama Bin Laden, Sami Idoudi wird nach Tunesien abgeschoben. Er bezog in Deutschland seit 2008 etwa 150.000 Euro an staatlicher Unterstützung. Außerdem kostete seine ständige Überwachung als islamistischer Gefährder einen Millionenbetrag. Nun setzen sich deutsche Spitzenpolitiker für seine Rückkehr ein.

Menschen, um die sich Deutschland nicht kümmert: den Opfern und Angehörigen des islamistischen Terroranschlags vom Breitscheidplatz in Berlin – also jenes Terrors, den auch Sami Idoudi verbreitet hat – wird bis heute jede Unterstützung und Anerkennung verwehrt. Selbst eine Gedenkminute wurde ihnen monatelang verweigert. Nun erhalten Angehörige eine Opferrente von 140 Euro im Monat – aber nur, falls sie ihre Traumatisierung auch nachweisen können.

Und dann liest man: „die AfD ist auf dem Weg zur zweitstärksten politischen Kraft in Deutschland“. Und alle fragen sich, wie konnte das nur passieren? Es ist doch alles so schön hier.“